Das Kloster Herrenalb ist ein ehemaliges, heute noch in Resten erhaltenes ehemaliges Kloster in Bad Herrenalb. Es wurde 1148 von Zisterziensern gegründet und bestand als Kloster bis 1649. Noch heute erhalten sind u.a. das Klostertor und die Reste der romanischen Vorhalle. Auf einer Mauer dieses "Paradies" wächst die bekannte Wunderkiefer.
Geschichte
Nach der Gründung 1148 gehörte das Kloster zunächst ab 1289 zunächst zum Einflussbereich der Markgrafen von Baden, ab 1338 stand es unter der Schirmherrschaft der Grafen von Württemberg. Teilweise zerstört im Bauernkrieg 1525 mussten die Mönche 1536 das Kloster vorübergehend verlassen nachdem Herzog Ulrich 1534 in Württemberg die Reformation eingeführt hatte. Wie auch in den anderen großen Klöstern richtete Herzog Christoph von Württemberg 1556 auch im Kloster Herrenalb eine evangelische Klosterschule ein, die jedoch nur bis 1595 bestand. Nach schweren Beschädigungen durch schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1642 wurde das Kloster 1649 endgültig aufgelöst.
Paradies
Das Paradies, eine romanische Vorhalle wurde um 1200 errichtet und später, 1462 zur Zeit der Spätgotik erhöht. Es diente als Versammlungsraum und als Beisetzungsstätte. Es ist bis heute in seinen Aussenmauern gut erhalten und vermittelt einen schönen Eindruck der ehemaligen Bausubstanz. Auf einer Mauer des Paradieses wächst eine ca. 200 Jahre alte Kiefer, die auch Wunderkiefer genannt wird und eine Attraktion für sich darstellt. Sie wächst und überlebt an diesem ungewöhnlichen Platz da sich ihre Wurzeln einen Weg durch die Mauer bis Erdboden gebahnt haben.
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